Mehrere große südkoreanische Krypto-Börsen haben Litecoin eingeführt (LTC) von ihren Listen gestrichen, nachdem das Blockchain-Netzwerk das umstrittene Datenschutz-Upgrade MimbleWimble (MWEB) eingeführt hatte.
Als ob es zu einem entsprechenden gehört Benachrichtigung Stand heute Mittwoch verweist die Handelsplattform Upbit in diesem Zusammenhang auf die gesetzliche Offenlegungspflicht für bestimmte Finanztransaktionen, die die Kryptobörse dazu verpflichtet, LTC in der bisherigen Form nicht mehr anzubieten.
Hintergrund ist das lang erwartete MWEB-Upgrade, das Litecoin-Transaktionen nun einen besseren Datenschutz bietet, indem bestimmte Identifikationsmerkmale ausgeblendet werden. Nachdem man zwei Jahre auf das Upgrade gewartet hatte, wurde es Anfang dieses Jahres endlich installiert.
Die Krypto-Börse hat sich daher direkt an die Litecoin Foundation gewandt, um zu erfahren, wie genau das neue Upgrade funktioniert. Nach einer internen Überprüfung entschied Bybit jedoch, LTC-Transaktionen nicht mehr zu unterstützen. Nutzer der Handelsplattform haben nun 30 Tage Zeit, ihr bestehendes LTC-Guthaben abzuheben. Ein Sprecher erklärt:
„Wir haben beschlossen, die Unterstützung von Litecoin (LTC) einzustellen, da das Projekt eine optionale Funktion implementiert hat, die es ermöglicht, einige Transaktionsdaten auszublenden. Diese Funktion stellt jedoch eine anonyme Form der Übertragung gemäß den regulatorischen Anforderungen dar.“
Laut einem Bericht von 8BTC haben sich insgesamt fünf südkoreanische Krypto-Börsen entschieden, LTC aus diesem Grund zu dekotieren, nämlich Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax.
Fünf großartige Südkoreaner #Krypto Börsen – Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax haben ihr Delisting angekündigt #Litecoin (LTC)https://t.co/p1SdMr1Gu5
— 8BTCnieuws (@btcinchina) 8. Juni 2022
Upbit und die anderen Plattformen hatten Krypto-Investoren bereits Ende Mai gewarnt, dass anonyme Krypto-Transaktionen zu Problemen mit den Aufsichtsbehörden führen könnten.
Südkorea gilt als eines der Länder mit den strengsten Kryptovorschriften weltweit. Kryptodienstleister sind gesetzlich verpflichtet, umfassende Kundeninformationen einzuholen und wirksame Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung zu ergreifen. Dadurch sind anonyme Transaktionen gänzlich untersagt.
Die Entfernung von LTC kam daher nicht ganz unerwartet, da mehrere südkoreanische Krypto-Börsen in der Vergangenheit aus Datenschutzgründen bereits andere Kryptowährungen aus dem Handel genommen hatten.