Ethereum-Preis unter 3.000 US-Dollar – schlechtes Zeichen für 2026?


Ethereum (ETH) wurde in der vergangenen Woche in einer engen Spanne von 4 % gehandelt, sodass Krypto-Händler sich fragen, ob die Unterstützung bei 2.900 $ halten wird. Wiederholte Versuche, die 3.000-Dollar-Marke zu durchbrechen, scheiterten, was mit einem Rückgang der Ethereum-Netzwerkgebühren und einer schwachen Nachfrage nach Ethereum-ETFs einherging.

Dieser Mangel an Überzeugung zeigt sich auch an den ETH-Derivatemärkten und führt dazu, dass Anleger neu bewerten, ob eine nachhaltige Erholung in naher Zukunft noch möglich ist.

Monatliche Ethereum-Futures. Quelle: Laevitas.ch

Monatliche Futures wurden am Dienstag mit einem Aufschlag von 3 % gegenüber den Spotmärkten gehandelt, was auf eine äußerst geringe Nachfrage nach bullisch gehebelten Positionen hindeutet.

Unter neutralen Bedingungen liegt diese Prämie typischerweise über 5 %, um den längeren Abwicklungszeitraum auszugleichen, in den letzten Wochen blieb sie jedoch unter diesem Schwellenwert.

Ethereum: Gebühreneinnahmen sinken

Ein Teil der schwachen Anlegerstimmung lässt sich durch sinkende Gebühren für das Ethereum-Netzwerk erklären, weshalb Händler mit einer geringeren Nachfrage nach ETH rechnen.

Noch wichtiger ist, dass die Nachfrage nach konkurrierenden Blockchains, die sich auf dezentrale Anwendungen (DApps) konzentrieren, stabil geblieben ist, sodass sich Anleger fragen, warum das Ethereum-Netzwerk hinterherhinkt.

Blockchain-Netzwerke nach Gebühreneinnahmen. Quelle: Nansen

Trotz der Zahlen sind die Gebühren im Ethereum-Netzwerk um 26 % gegenüber dem Basisniveau gesunken Transaktionen im gleichen Zeitraum um 10 % gestiegen. Auf den ersten Blick hat sich die Aktivität im Ethereum-Netzwerk nicht verlangsamt. Allerdings hängt ein erheblicher Teil der Preisprognose für ETH von der tatsächlichen Nachfrage nach Blockchain-Rechenleistung ab.

Im Vergleich dazu blieben die Transaktionen auf BNB Chain und Solana im gleichen Zeitraum von sieben Tagen weitgehend unverändert. Um festzustellen, ob die Nachfrage nach Ethereum stabil bleibt, muss die effektive Nutzung von DApps im Netzwerk bewertet werden.

Ethereum-Gebühreneinnahmen aus dezentralen Anwendungen (DApps). Quelle: DefiLlama

Die von Ethereum DApps generierten Gebühren sind in den letzten vier Wochen relativ stabil geblieben, liegen aber deutlich unter dem im Oktober verzeichneten Höchststand von 140 Millionen US-Dollar. Die Daten zeigen, dass die Aktivität im Ethereum-Netzwerk stagniert, aber sicherlich nicht zusammenbricht.

Der mangelnde Optimismus hinsichtlich der kurzfristigen Dynamik der ETH spiegelt sich auch im Verkaufsdruck auf Ethereum-ETFs wider. Diese Maßnahme hängt im Allgemeinen mit der institutionellen Nachfrage zusammen, insbesondere da diese Instrumente Zuflüsse von fast 17 Milliarden US-Dollar verzeichneten.

Der iShares Ethereum Trust ETF (ETHA US) von BlackRock liegt mit einem verwalteten Vermögen von 10,2 Milliarden US-Dollar an der Spitze.

Kapital fließt in Ethereum-ETFs. Quelle: Farside Investors

Das Tägliche Nettoabfluss Während die 307 Millionen US-Dollar aus Ethereum-ETFs seit dem 17. Dezember mit weniger als 3 % des Gesamtvermögens unbedeutend sind, belastet die mangelnde Nachfrage weiterhin die Stimmung der Anleger. Selbst professionelle Händler könnten skeptisch werden, nachdem es der ETH zwei Wochen lang wiederholt nicht gelungen ist, sich über 3.000 US-Dollar zu halten.

Darüber hinaus ist es schwierig, die schwache Leistung von Ether von den umfassenderen Risiken im Zusammenhang mit einem globalen Wirtschaftsabschwung zu trennen.

Da die Regierungen mit einer angespannteren Haushaltslage konfrontiert sind konfrontiert Zentralbanken haben weniger Spielraum für Zinssenkungen, was das Risiko einer Rezession erhöht. Daher dürften Anleger gegenüber dem Kryptomarkt vorsichtig bleiben, bis mehr Klarheit über die wirtschaftlichen Aussichten besteht.

Die schwache Nachfrage nach bullischen ETH-Leverage-Positionen und Ethereum-ETFs ist jedoch keine Katastrophe, da eine nachhaltige Erholung eher von einer stärkeren Aktivität im Ethereum-Netzwerk und einer steigenden Nachfrage nach DApps abhängt.



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