Pre-Merge Ethereum Miner Fortunes erreichen Vierjahreshoch


Am 15. September wird Ethereum das mit Spannung erwartete haben Zusammenführen zuvor den zweitgrößten Kryptowährungswechsel von der aktuellen Konsensmethode Proof-of-Work (PoW) zur Konsensmethode Proof-of-Stake (PoS) vorgenommen.

Die Fusion ist wahrscheinlich das bedeutendste Upgrade in der Geschichte von Ethereum (ETH), denn mit dem neuen Konsensverfahren wird das zugehörige Blockchain-Netzwerk deutlich energieeffizienter und umweltfreundlicher, da klassisches Mining nicht mehr notwendig ist. Vor dem bevorstehenden Wechsel haben die ETH-Vermögen der bisherigen Miner nun ein neues Vierjahreshoch erreicht.

Laut Oklink-Daten sind die Vermögenswerte in bekannten Miner-Wallets kürzlich auf über 260.000 ETH gestiegen. Die insgesamt 261.848 ETH haben zu aktuellen Preisen einen entsprechenden Wert von über 415 Millionen US-Dollar. Damit befindet sich auch das Vermögen der Miner auf dem höchsten Stand seit April 2018.

ETH Vermögen der Miner. Quelle: Oklink

Die zunehmende Akkumulation ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, unter anderem darauf, dass die Miner in der Zeit um die Fusion immer noch mit erheblichen Preissteigerungen rechnen. Während viele Beobachter davor warnen, dass das Upgrade unter Investoren unter dem Motto „Buy the rumum, sell the news“ gehandelt wird, scheinen die Miner deutlich zuversichtlicher in nachhaltige Preissteigerungen zu setzen.

Ein weiterer Grund ist, dass die Miner möglicherweise auf einen Hard Fork hoffen. Eine solche Aufteilung würde bedeuten, dass das Ethereum-Netzwerk neben der neuen PoS-Version als PoW-Variante weitergeführt würde. Einerseits könnten die Miner ihren Mining-Betrieb beibehalten und andererseits würde die Hardfork-Kryptowährung in Höhe ihres bestehenden ETH-Vermögens aufgeteilt. Selbst wenn ihr Wert geringer ist als der ursprüngliche, können zusätzliche Einnahmen kostenlos generiert werden.

Eine PoW-Kryptowährung würde nur von wenigen Krypto-Börsen unterstützt, darunter Bitfinex. Die meisten großen Krypto-Handelsplattformen wie Binance verfolgen zunächst einen abwartenden Ansatz und warten ab, ob sich ein solches Token tatsächlich bildet und durchsetzt.

Yohannes Christian, Senior Analyst bei Bitrue, sagt gegenüber Cointelegraph:

„Die sogenannte ‚Schwierigkeitsbombe‘ macht das Mining nach der Fusion unrentabel. Deshalb versuchen die Miner, so viel Ethereum wie möglich im Voraus zu sammeln, solange sie noch Zeit haben.“

„Aus diesem Grund werden immer mehr Ressourcen für das Mining von Ethereum bereitgestellt und das erklärt auch die besonders hohen Vermögen“, so der Experte.

Die Fusion stellt die Miner vor ein echtes Dilemma, da durch den Wechsel der PoW-Prozess vollständig entfällt. Die Unterstützung der PoW-Version birgt dagegen auch gewisse Risiken, da der Großteil der Community auf PoS setzen will.



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